Testfahrt der Waldkirchner Senioren AG mit der 100er-Schnellbuslinie zum Theaterbesuch nach Passau

geschrieben am 30. Juni 2023




Ein attraktives ÖPNV-Angebot dient auch der Mobilität der Menschen im Alter. Das vorhandene öffentliche Verkehrsangebot zu testen und besser kennenzulernen, das hat sich die Senioren AG zur Aufgabe gemacht. Nach einer kostenlosen Stadtrundfahrt mit dem Waldkirchner Citybus war nun eine Passau-Fahrt an der Reihe. Vom Start am Waldkirchner Busbahnhof bis in die Dreiflüssestadt dauert es im bequemen Schnellbus der Linie 100 zu vergünstigten Seniorenpreisen nur ca. 40 bis 45 Minuten.

Einen Hochsommertag beschert uns Passau bei unserer mittäglichen Ankunft, so wie es sich für eine Stadt mit römischen Wurzeln und italienischem Einfluss einfach gehört, und so bummeln wir gutgelaunt vom Bahnhof in Richtung Fußgängerzone. Einen besinnlichen Blick hinein in die schön restaurierte Votivkirche, vorbei am geschäftigen und touristischen Treiben, weiter hinunter zum Paulusbogen, dem nördlichen Tor zur Altstadt, einen kurzen Blick hinauf über steile Stufen zu St. Paul, der ältesten Stadtpfarrkirche Passaus, eine schöne Aussicht hinunter auf die Donau und hinauf zur Veste Oberhaus, schließlich zu Fuß weiter hinauf zum Domplatz und zum mächtigen Dom des Hl. Stephan. Das Verweilen im barocken und kühlen Gotteshaus mit der großen Kirchenorgel, nicht nur eine Wohltat für die Seele, sondern auch für den schon ein wenig überhitzten Körper.

Übrigens: Ein vormittägliches Domorgelkonzert gefällig? Ein Ausflugs-Trip mit der Schnellbuslinie 100 macht auch dieses Erlebnis ohne weiteres möglich.

Nun ist es aber Zeit, vom Domberg zum Inn und zum Passauer Stadttheater hinunterzusteigen. Dort wartet nämlich schon Kathryn Brown auf uns und die hatte uns eine höchst interessante – und charmante – Führung durch „ihr“ Theater zugesagt – und dabei gewiss nicht zu viel versprochen.

Nach vielen Treppenstufen und noch mehr Eindrücken hat man sich schließlich im benachbarten Café eine kleine Erfrischung und Stärkung redlich verdient, bevor es am Inn entlang in Richtung Ortsspitze und dem Zusammenfluss von Inn und Donau weitergeht. Und auch da gibt es einiges zu sehen, nicht nur den schönen Blick hinüber auf Maria Hilf, sondern etwa auch den Schaiblingsturm, ein Wahrzeichen der Stadt, oder das Lukas-Kern-Waisenhaus und, mit einem kleinen Abstecher, das Kloster Niedernburg mit dem Grab der Seligen Gisela.

Ziemlich am Ende des schönen Weges wartet auch noch die Bronzebüste „unserer“ Schiefweger Heimatdichterin Emerenz Meier, direkt am Donaukai, sinnbildlich für ihre Auswanderung übers Wasser nach Amerika, mit dem Rücken zum Bayerischen Wald, aber doch auf einem Steinsockel aus heimischem Hauzenberger Granit.

So, und nun sind wir auf unserem Rundgang am Römerplatz in der Nähe der Hängebrücke angelangt. Von dort aus wollen wir mit dem 100er-Bus abends wieder zurück nach Waldkirchen fahren. Genügend Zeit für ein Eis wäre noch, doch an diesem Montag haben im Umkreis leider alle Eisdielen geschlossen. Da sollte sich die Passauer Marketinggesellschaft aber noch etwas einfallen lassen.

 

Bilder und Bericht Otto Draxinger



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